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Der Eurokey

Sich trotz einer körperlicher Behinderung hindernisfrei fortbewegen zu können und im Alltag keine Nachteile hinnehmen zu müssen, stellt eine wichtige Herausforderung für eine Gesellschaft dar. Die schweizerische Organisation pro infirmis sorgt dafür, dass das zumindest teilweise im öffentlichen Raum möglich ist. Die Mitarbeiter des Unternehmens haben ein Konzept entwickelt, das nunmehr in zahlreichen europäischen Ländern genutzt wird. Es hört auf den Namen Eurokey. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Namen?

Besonders in der Schweiz verbreitet

Der Eurokey wurde 1986 in Deutschland entwickelt, allerdings erst 1996 von AGILE in der Schweiz eingeführt. Es handelt sich hierbei um ein Schließsystem, welches dafür sorgt, dass behindertengerechte Objekte nicht missbraucht und nur von Bedürftigen verwendet werden. Bedürftige können die entsprechenden Schlösser mithilfe eines Universalschlüssels, der ausschließlich ihnen bereitgestellt wird, öffnen. Dies sorgt dafür, dass die technischen Hilfsmittel, unter anderem eben auch Treppenlifte im öffentlichen Raum, für Bedürftige stets funktionstüchtig sind, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Leider kommt es allzu häufig vor, dass Objekte für Bedürftige fahrlässig behandelt oder Opfer von Vandalismus werden und daher im entscheidenden Moment, wenn ein Bedürftiger auf sie angewiesen ist, defekt sind.

Kein unproblematisches System

Problematisch ist bisweilen, dass der sogenannte Eurokey nur in der Schweiz weiträumig bekannt ist. Ausländische Touristen, die Attraktionen in der Schweiz besichtigen möchten, haben somit mitunter ein Problem damit, die Objekte nutzen zu können, wie ein aktuelles Beispiel aus Luzern zeigt. Dem Eurokey eine größere Bekanntheit einzuräumen ist daher zweckdienlich, um das förderungswürdige Konzept, welches dahintersteckt, zu unterstüzten.

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Über pro infirmis:

Der Organisation pro infirmis liegt viel daran, die Welt derart zu gestalten, dass Menschen mit Behinderung sich nicht ausgegrenzt fühlen müssen. Der Eurokey, welcher dafür sorgt, dass Bedürftige einwandfreie technische Objekte benutzen können, ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch muss sich das Konzept weiterhin herumsprechen, sodass es seine volle Wirkung erzielt. Andernfalls wirkt es sich doch eher kontraproduktiv auf die Lage Bedürftiger aus.

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Bewertung: 4.7/5 (12 Bewertungen abgegeben)
Der Eurokey, 4.7 out of 5 based on 12 ratings

Geschrieben von

Sven Schmidt ist freier Online-Redakteur und schreibt hauptsächlich zu Gesundheitsthemen.

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