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Treppenlift einbauen oder Umzug in ein Wohnheim?

Bei der Entscheidung, einen Treppenlift einzubauen oder nicht, handelt es sich nicht bloß um eine simple „Ja“ oder „Nein“-Entscheidung. Viele unterschiedliche Möglichkeiten müssen gegeneinander abgewogen werden, ehe man sich für den Kauf eines Treppenlifts sowie die teure Montage mit gutem Gewissen entscheidet. Um die Entscheidung zu erleichtern, wird im Folgenden geklärt, welche Kosten beim Umzug in ein altersgerechtes Wohnheim anfallen. Anhand dessen wird kurz erläutert, wann sich der Umzug lohnt – und wann eben auch nicht.

Unterschiedliche Kostenarten

Zunächst einmal gibt es bei einem Umzug die sogenannten Suchkosten bedenken. Dabei handelt es sich um den Aufwand in vielerlei Hinsicht, den es bedarf, um einen Platz im bedarfsgerechten Wohnheim zu erhalten. Lange Telefongespräche, womöglich Auswahlgespräche vor Ort sowie der Termin für die Vertragsunterzeichnung vor Ort müssen organisiert und abgearbeitet werden. Gibt es keinen unmittelbaren Bedarf für den Umzug, trägt die Krankenkasse keinerlei Kosten hiervon, die bereits bei simplen Fahrtkosten und je nach Vorwahlen bei erhöhten Telefonkosten beginnen.

Miete nur ein Teil des großen Ganzen

Aufgrund des nur begrenzt vorhandenen Bedarfs müssen in aller Regel auch die weiteren Kosten im vollen Umfang von der bedürftigen Person und den ihr nahestehenden Verwandten getragen werden. Dazu zählen

  • die Miete: Für den Wohnraum, den die bedürftige Person im neuen Wohnheim nutzt, fallen Mietkosten an. Zumeist handelt es sich dabei für die Familie um zusätzliche Kosten, wenn nicht im Gegenzug dafür eine Wohnung oder ein Haus aufgegeben bzw. verkauft werden können. Dabei würde es sich um die Immobilie handeln, die vorher von der bedürftigen Person bewohnt wurde. Da wegen der entsprechenden altersgerechten Zusatzeinrichtungen mehr Kosten für die Wohnung anfallen, entsteht folglich ein Mehraufwand, den es zu bedenken gilt.
  • Nebenkosten (Strom, Wasser): Neben den allgemeinen Mietkosten fallen natürlich auch im Wohnheim Nebenkosten wie beispielsweise Kosten für Strom und Wasser an. Für elektronische Geräte (beispielsweise ein elektrisch bewegliches Bett) fallen zusätzliche Kosten an, die berücksichtigt werden müssen.
  • Pflege-, Lebenshaltungs- & Hygienekosten: Gibt es im Wohnheim Pflegepersonal, das sich um alle oder zumindest um einige Belange kümmert, möchte dieses natürlich entsprechend entlohnt werden. Die Kosten dafür werden mittels Umlage auf die Bewohner abgewälzt. Manchmal werden auch einzelne Arbeitsleistungen genauestens auf die Person abgerechnet, beispielsweise bei der Versorgung mit Lebensmittteln aus dem Supermarkt, sprich dem Erledigen des Einkaufs. Desweiteren gibt es gemeinschaftlich zu tragende Kosten wie beispielsweise Gärtnerarbeiten, falls es um die Immobilie herum Grünanlagen gibt. Genauso möchten Köche bezahlt werden, falls diese für die Verpflegung in der neuen Immobilie sorgen. Für Cremes, Zahnpflegeprodukte, Waschmittel, Seifen und ähnliche Kosmetikgegenstände muss ebenfalls gesorgt werden.
  • Umzugskosten: Werden persönliche Gegenstände von der alten in die neue Wohnanlage befördert, fallen natürlich Umzugskosten an. Dazu zählen Spritkosten sowie die Kosten für das Fahrzeug, das womöglich sogar gemietet wird. Diese dürfen nicht unterschlagen werden.

Alle Kosten im Blick haben

Folglich entstehen beim Umzug in eine altersgerechte Immobilie hohe einmalige und zudem regelmäßige Kosten. Übereifriges Handeln kann sich also später rächen, wenn nach und nach die einzelnen Rechnungen ins Haus flattern.

Stellt man alle oben genannten Kosten dem Treppenlifterwerb gegenüber, kommt man in Fällen, in denen nur geringer Pflegebedarf besteht, schnell zu dem Schluss, dass sich ein Umzug wegen der hohen Kosten nicht lohnt und die einmaligen Kosten für den Treppenlift die sinnvollere Alternative darstellen. Erst ab höherem Pflegebedarf rechnen sich die zusätzlich anfallenden Mietkosten, da sich nur dann die Lebenssituation der bedürftigen Person entsprechend verbessert, als dass sich der finanzielle Mehraufwand sowie die Organisationsarbeit lohnen.

Treppenlift meistens sinnvollere Alternative

Wie immer gilt also: Wer im Vorfeld alles durchdenkt und sich Gedanken darüber macht, ob sich der Treppenliftkauf wirklich lohnt, wird am Ende eine bessere Entscheidung treffen. Ein Treppenlift ist zwar nicht immer die beste Alternative, doch meistens ist der Einbau eines Lifters die naheliegendste und sinnvollste Lösung.

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Geschrieben von

Sven Schmidt ist freier Online-Redakteur und schreibt hauptsächlich zu Gesundheitsthemen.

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