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Treppenlifte – ein Politikum?

Treppenlifte erfreuen sich in den vergangenen Jahren immer größerer Aufmerksamkeit. Das gesteigerte Interesse kommt nicht von ungefähr: In Deutschland leben immer mehr ältere Mitmenschen, für die ein Treppenlift eine ungemeine Hilfe überall dort darstellt, wo keine Alternativen wie ein Lift zur Verfügung stehen.

War dies zunächst häufig im privaten Umfeld anzutreffen, trifft man landauf, landab auch immer häufiger in öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Rathäusern oder anderen Behörden, Bahnhöfen und dergleichen auf Treppenlifte. Überall dort, wo der nachträgliche Einbau (oder bspw. ein rollstuhlgerechter Umbau) eines normalen Lifts technisch schlicht nicht möglich ist, können Treppenlifte die Versorgungslücke schließen.

An Treppenlifte im öffentlichen Raum werden besondere Ansprüche gestellt:

  • An öffentlichen Orten ist die Zahl der Fahrten deutlich höher als im privaten Bereich. Die Technik muss dieser Belastung dauerhaft standhalten können.
  • Die Nutzer sind sehr verschieden in ihren Bedürfnissen, der Treppenlift sollte bspw. für Senioren ebenso geeignet sein wie für Rollstuhlfahrer. Im öffentlichen Raum sollte der Treppenlift möglichst vielen Nutzern genügen.
  • Wird der Treppenlift nicht in einem geschlossenen Gebäude installiert, kommt ggf. noch der Anspruch hinzu, verschiedene Witterungen standzuhalten.
  • Gerade in historischen Bauten sind die Voraussetzung unter Umständen nicht ideal, es können sehr spezielle individuelle Fertigungen, eventuell unter Berücksichtigung von Denkmalschutz, nötig sein.

Allenthalben ist die Sensibilität für barrierefreien Zugang gewachsen, mithin wird dieses Recht auch zurecht immer selbstbewusster eingefordert. Über diese Entwicklung werden Treppenlifte jedoch immer häufiger zum Zankapfel in deutschen Rathäusern, Stadtverordnetenversammlungen und Bauausschüssen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Zwar ist der Einbau eines Treppenlifts erheblich günstiger als bspw. ein Lift. Dennoch können schnell Kosten von 30.000 Euro auflaufen.

Gerade in kleineren Gemeinden ist das eine Belastung für den städtischen Haushalt, die man nicht einfach hinnehmen kann. Ein Blick in regionale Zeitungen kann da sehr aufschlussreich sein. So lässt sich der Bürgermeister von Loxstedt wie folgt zitieren: „Ob ein Treppenlift eingebaut werden soll oder nicht, ist ganz klar eine politische Entscheidung. Wenn sie das wollen, muss auch entsprechend Geld zur Verfügung gestellt werden.“

Dann werden schnell Sparansprüche, Schlaglöcher in den Straßen und eben Umbaumaßnahmen gegeneinander ausgespielt. Für den Bürger gibt es letztlich nur die Möglichkeit, in den öffentlichen Sitzungen gezielt nach Gründen zu fragen.

Noch sind derartige Streitigkeiten vereinzelt. Mit steigendem Bedarf an Treppenliften könnten sie jedoch in vielen Kommunen anstehen. Es empfiehlt sich, in diesen Angelegenheiten eine möglichst offene Debatte zu führen, denn nur so steigt die Akzeptanz für die getroffene Entscheidung.

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Geschrieben von

Jens Becker ist Redakteur bei mehreren Gesundheitsmagazinen und schreibt eine Vielzahl seiner Artikel zu Seniorenprodukten. Er ist Produkttester für Seniorenhandys und besitzt umfangreiche Kenntnisse im Treppenlift Geschäft.

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